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Richtigstellung der Begriffe.

Eine kleine Anekdote aus dem alten China soll verdeutlichen wie wichtig es sein sollte mit Begriffen richtig umzugehen,  um von vornherein keine Verwirrung entstehen zu lassen.

"Der Schüler Zi-Lu sprach zu Konfuzius: Wenn euch der Herrscher des -Staates Wei die Regierung anvertraute, was würdet Ihr zuerst tun?

Der Meister antwortete: Unbedingt die Namen richtigstellen.

Darauf ZI-Lu: Damit würdet Ihr beginnen? Das ist doch abwegig. Warum eine solche Richtigstellung der Namen?

Der Meister antwortet: Wie ungebildet du doch bist! Der Edle ist vorsichtig und zurückhaltend, wenn es um Dinge geht, die er nicht kennt. Stimmen die Namen und Begriffe nicht, so ist die Sprache konfus. Ist die Sprache konfus, so entsteht Unordnung und Mißerfolg. Darum muß der Edle die Namen und Begriffe korrekt benutzen und auch richtig danach handeln"

Dieses Zitat wurde entnommen aus dem Buch von Michael Heerde Pferdebehandlung mit Traditioneller Chinesischer Veterinärmedizin.


Um welche Begriffe geht es?

Als Beispiel möchte ich den Begriff des "Einrenkens" hier anführen. Immer wieder erlebe ich es bei meiner täglichen Arbeit, dass die Patientenbesitzer denken ich würde verenkte bzw. ausgerenkte Wirbel wieder einrenken.

Dem ist nicht so!

Ausgehend von der Tatsache, dass ein Wirbel, z.B. Halswirbel,  aus seinem anatomisch- physiologischen Verbund luxiert (ausgerenkt) wäre, bedeutet dies  wir müssen mit einem neurologischen Schaden rechnen.

Beim sog. Wobbler Syndrom des Pferdes, einer Luxation des 4. Halswirbels, haben wir ein Beispiel wo man tatsächlich einrenkt und hinterher nur eine sehr vorsichtige Prognose hinsichtlich vollständiger Genesung geben kann. Da je nachdem wie früh man zu dem Patienten gerufen wird der neurologische Schaden mit der Zeit immmer größer wird.

Die tägliche Arbeit sieht jedoch so aus, dass man meist Pferde vorgestellt bekommt, die schon seit längerer Zeit ein Problem haben, sei es hinsichtlich der Reitbarkeit und/ oder des mangelden Muskelaufbaues etc.. Hierbei handelt es sich meist um Patienten, die eine oder mehrere Blockierungen unterschiedlichster Ausprägung des Bewegungsapperates aufweisen. Mit Hilfe der Manuellen Medizin gelingt es meist diese Blockierungen zu lösen, um folgend mit geeigneter Gymnastik und /oder Physiotherapie einen stabilen Zustand des Bewegungsapperates des Patienten zu erreichen.

Ein manuell arbeitender Mediziner mobilisiert und/oder löst Blockierungen.